
Über
Meine Leidenschaft für Naturabbildungen und die Suche nach einem sinnlichen Schaffen von Kunst haben mich zur Cyanotypie geführt.
Bei diesem fast 200 Jahre alten kameralosen Fotoverfahren arbeite ich mit einer lichtempfindlichen Lösung, Sonnenlicht und Wasser. Nicht belichtete Stellen erscheinen in der Farbe des Trägermaterials, belichtete Stellen erhalten die typische Blaufärbung.
Die unmittelbare Abbildung von Licht und Schatten, das kreative Schaffen ohne Computer und die Nicht-Reproduzierbarkeit – alle Arbeiten sind Unikate – faszinieren mich.
Meine Inspiration schöpfe ich aus der Natur mit ihren vielfältigen Erscheinungsformen. Ich verwende überwiegend Naturmaterialien wie Blätter, Blüten und Wurzeln, die ich zu einem Bild zusammenstelle. Oft modifiziere ich durch bestimmte Eingriffe die Stärke der Blaufärbung.
Meine Kunstwerke reichen von fast dokumentarischen Abbildungen von Pflanzen, über poetische Darstellungen von Schnittblumen und Landschaften bis hin zu abstrakten Strukturen. Ein dringendes Bedürfnis ist mir das Festhalten flüchtiger, vergänglicher Momente.
Allen Arbeiten liegt ein konzeptioneller Gedanke zugrunde, wichtig ist mir aber, mit dem Einfluss der Natur zu spielen und den Zufall als Stilmittel zu integrieren. Die Cyanotypien wirken dadurch wie Traumsequenzen zwischen Realität und Wahrnehmung. Die Betrachtenden sind berührt von der absichtlichen Unvollkommenheit und finden Raum für eigene Interpretationen, für das Abtauchen in das sehnsuchtsvolle Blau der inneren Gefühlswelt.
Elke Pillig, 1960 geboren in Haan/Rhld.,
ich lebe und arbeite in Düsseldorf
Als Produktionerin in diversen Verlagshäusern und Agenturen hat mich die Zusammenarbeit mit Kreativen und die intensive Beschäftigung mit diversen Druckverfahren begleitet und geprägt.
Bei meiner lebenslangen Beschäftigung mit Fotografie stieß ich vor einigen Jahren auf das Verfahren der Cyanotypie und war schockverliebt. Ich eignete mir die Technik an und fand eine eigene Ausdrucksform damit.
2023 absolvierte ich einen Cyanotypie-Workshop an der Europäischen Kunstakademie in Trier bei Ute Lindner.

Ausstellungen
11-12 / 2024
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Werkschau - Atelierhof, Düsseldorf
09 / 2024
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Gruppenausstellung Ausgewählt 2024 - Europäische Kunstakademie Trier Tuchfabrik, Trier
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Kunstpunkte - Atelier Heinrich Guthoff, Düsseldorf
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6. Benrather Rundgang Fotografische Positionen - Orangerie Schloss Benrath, Düsseldorf
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Gruppenausstellung Flausenrausch - Produzentengalerie plan. d., Düsseldorf
06 / 2024
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21. Hildener Künstlermarkt - Hilden
04 / 2024
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Gruppenausstellung Art Artist - RfK, Düsseldorf
12 / 2023
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Adventsausstellung - Keramikstudio toepferaj, Düsseldorf
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Gruppenausstellung Das kleine Wunder - Produzentengalerie plan. d., Düsseldorf
10 / 2023
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Gruppenausstellung Ein Kreis ist kein Punkt - Kunst im Hafen, Düsseldorf
08 / 2023
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Kunstpunkte - Ateliergemeinschaft Ackerstraße, Düsseldorf
03 / 2023
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Werkschau - Atelierhof, Düsseldorf

„Die Wahl des Papiers, der Objekte. Das Anmischen der Lösung und ihr Auftragen. Das Auslegen und die sich entfaltende Entwicklung. Das Auswaschen und Auswählen, Abwägen.
All dies stellt einen Teil des Arbeitsprozesses von Elke Pillig dar, die uns mit ihren Cyanotypien mit auf eine Reise nimmt, die zu unserem Inneren führt. In Kollaboration mit der Sonne erschafft sie mythische, reiche Werke, die antropomorphe Gestalten oder anmutige Landschaften zieren. Unmittelbar beginnen wir, in diese Welten aus klarem, satten Blau einzutauchen. Wir begegnen dort eigenen Phantasiebildern, inneren Landschaften und Gefühlswelten.
Pillig gelingt es dabei, Material so neu zu betrachten und zu inszenieren, dass es sich im entfalteten Bild als eigenständig behaupten kann. Durch ihren scharfen Blick für Komposition und Licht schafft sie dort Fokus, wo es nötig ist, überlässt aber gleichzeitig Raum für das Unbestimmte, Unergründliche.“
Nathalie Schulz, Kunsthistorikerin/Kuratorin, anlässlich der Ausstellung "Ein Kreis ist kein Punkt", 2023 Düsseldorf